Super Stellplätze, ein Wetterumschwung, Alpaca- Alarm, ganz gut Futter und Zieleinlauf!
Sonne pur und blauer Himmel erwartete uns bereits am frühen Morgen in Schwarzenbach am Wald. Für den Stellplatz samt funktionierendem w-lan darf man der Gemeinde ein großes Kompliment machen!
Der Tag begann jedoch mit einem gedanklichen Abschied! Denn die ramponierten Wanderstiefel der Müllerin schafften es nun doch nicht bis zur Grenze, am Morgen fiel die Entscheidung, dass sie nicht mehr getragen und bei passender Gelegenheit entsorgt werden. Ich versuchte noch einzuwirken, weil ich da keine großen Mängel erkennen konnte, aber ich wurde überstimmt…
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| Eigentlich noch Pfennig gut, hätte ich gesagt! |
Kurz mal nicht aufgepasst und schon landete ich auf Strecke auf der Autobahn… es war irgendwie vergessen worden, Autobahn wie sonst üblich aus dem System zu nehmen. Naja. Einkaufen musste ich eh, wenn auch nur Kleinigkeiten. An der Ausfahrt Münchberg gibt es direkt eine Art Zentrum, mit Supermärkten und Drogerie. Bloß, wenn man WoMos natürlich durch Höhenbegrenzungen (danke, ALDI, das war es dann meinerseits in Zukunft; und danke LIDL, dito!) quasi ausschließt, dann wird es schwierig. Ich war gezwungen, auf dem McDonalds- Parkplatz zu stehen und hatte echt Angst, dass mich da irgendjemand erkennt. Da haben die Masken doch noch was Gutes! Ich jedenfalls trug meine bis zwei Kilometer später!
Während die Stiefeltöterin im Frankenwald die ersten Steinpilzfunde vermeldete, erreichte ich den ausgesuchten Stellplatz nahe des Schwimmbades in Münchberg. Sehr gut gemacht von der Gemeinde, muss man sagen, denn die Plätze sind geräumig und die überschaubaren Kosten absolut gerechtfertigt. Kein Wunder, dass ich sogar Glück hatte, überhaupt einen (sogar den schönsten) Platz zu ergattern.
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| Netter Kurzbesuch! |
Das Wuschele erreichte den Platz am Spätnachmittag nach 23 Kilometern und schloß dort auch ihren Abschnitt durch den Frankenwald ab. Abends grillten wir Hähnchen und Bratwurst und saßen recht lange vor dem WoMo.
Und nach einer absolut ruhigen Nacht startete Miss Latsch auf ihre drittletzte Etappe, inzwischen befanden wir uns bereits auf dem Gebiet des Fichtelgebirges. Kaum waren die ersten 90 Minuten vergangen, meldete sie aber „Land unter“, denn alle mitgenommenen Behältnisse liefen über mit frischen Pfifferlingen…
Abschöpfen war aufgrund unterschiedlicher Wege nicht möglich, also startete ich nach einer Dusche und der WoMo- Versorgung nach Weißenstadt- Schönlind zum „Alpacahof“. Klar, dass die wenigen Plätze dort schnell und meist von Familien aufgesucht und belegt werden, aber ich kam unter und so standen wir also einerseits mitten auf der Wiese neben den Alpacas, andererseits inmitten einer kleinen Wohnmobilistengemeinde. Wovon der letzte, der kam, seinen Wohnwagen gleich mal mit dem Traktor aus dem Graben ziehen lassen musste, weil er eben diesen schlicht übersehen hatte. Und 1300 Kilo schiebst du auch zu dritt nicht aus einem Graben hinauf…
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| Auf dem Alpaca- Hof mit all den Schnuckelchen! |
Bei Ankunft des Waldläufers war zuerst Pfifferlinge putzen angesagt, aber dafür schmeckte die abendliche Mahlzeit auch wirklich wunderbar! Da brauchte es das neugierige Huhn, das ständig aufreizend vor unserer Tür umher tänzelte, gar nicht…
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| Ein "Glückshuhn", ganz eindeutig... |
Tja, und wenn dann Kinder direkt neben einem campieren, dann ist der Erzähler natürlich auch im Einsatz; ich habe eine schöne Geschichte aus „Sonnenhaar“ vorgelesen. Den Kids hats gefallen, den Eltern auch. Signieren, verkauft, fertig.
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| Einmal Erzähler und Schreiberling, immer Erzähler und Schreiberling! |
Es hatte sich dann bereits nachts mittels Donnergrollen angedeutet, die Vorhersagen taten ihr Übriges dazu: das Wetter wurde schlechter, also erst einmal deutlich kühler und auch sehr wolkig. Aber auf der Strecke bis zum Etappenziel Marktredwitz sollte das Wuschele wider Erwarten trocken bleiben. Muss erwähnt werden, dass sie Pilze mitbrachte? Nein!
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| "Die drei Brüder" über Weißenstadt |
Auf dem riesigen Platz am Ortsrand standen wir so gut wie alleine, die Nacht war ruhig, allerdings regnete es ein wenig.
Der Schock traf uns erst morgens, denn die 9 Grad C am Morgen um acht Uhr (gefühlt 7!), an einem 17. August (!) waren ein wirklich schlechter Witz. Aber eben auch Tatsache.
In
Winterausrüstung startete Miss Latsch auf ihre letzte Etappe, welche erst
einmal bis Schirnding führte
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| Stausee von Haid |
Dort wartete ich auf sie, musste mich aber keineswegs langweilen! Denn drei Gemeindemitarbeiter fuhren zielstrebig auf mich zu und fragten, ob sie mal ins WoMo schauen dürfen, weil zwei von ihnen in Kürze eines kaufen wollen. Das wurde natürlich ein ziemlich langes und intensives Gespräch, bis alle Fürs und Widers für das eine oder gegen das andere ausdiskutiert waren. Zwischenzeitlich traf die Wandersfrau ein, und wie wir es vorab überlegt hatten, gingen wir die letzten knapp drei Kilometer gemeinsam bis zur tschechischen Grenze.
| In Schirnding |
| Logisch, mehr "Clubberer" hier als Bayern- Fans |
| Dieses Kunstwerk heißt "5 Sitze" - finde ich sehr überraschend. |
Dann erreichten wir die und zack! hatte sie es geschafft! Nach insgesamt 950 Wanderkilometern und drei Paar fertig gemachten Wanderschuhen!
| Grenzgänger... |

Geschafft, große Leistung!
Nun ist also ein Abschnitt vorüber. Nicht die Tour natürlich. Die führt uns zunächst einmal nach Regensburg und dann muss man sehen. Sicher ist nur, dass wir jetzt ein wenig feiern, und dass wir weiterhin in unregelmäßigen Abständen hier in Wort und Bild berichten werden.
Bis demnächst also wünschen wir allen alles Gute und hoffen, dass alle gesund sind und bleiben.
Herzliche Grüße,
Wuschele "Ichkönntegutnochweiterlatschen" &
Tommy "Ichfahreauchnochweit"













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