Sonne, Regen, Nebel, Hessen, Thüringen, Bayern - und heute einfach mal viele Fotos
Ein wenig sommerlicher Tag, denn 17 Grad und regelmäßig Regen begleiteten die Wandersfrau vom „Nidda“- Stausee bis ins Gebiet „Vogelsberg“, wo wir ja die „Landvergnügen“- Stellmöglichkeit an der „Vogelschmiede“ geplant hatten. Eine doch bergige Strecke mit insgesamt 20 Kilometern.
Ich war natürlich und trotz relativ langatmiger Ver- und Entsorgung auf dem Campground an der Talsperre früher vor Ort, auch wenn ich aufgrund diverser Baustellenumleitungen gezwungen war, echt „über die Dörfer“ zu fahren.
Also
Aussicht gab es da oben erst einmal keine. Die „Vogelschmiede“ ist ein
Einzelgebäude, ein bisschen alternativ geführt und doch ein durchschaubarer
„Da-verdienen-wir-was“- Betrieb, denn eigentlich ist ein (1) Platz zum Stehen
gerichtet. Dass dann nochmals zwei zusätzliche WoMos dort ankamen und die
beworbene „tolle Sicht“ (die es tatsächlich in einer Regenpause mal gab)
letztlich wieder wegnahmen, naja. Wir hatten besprochen, in der dortigen
„Jausestube“ zu essen. Es gab Erbsensuppe mit oder ohne Rindswurst, oder
Nudelsalat. Ende. Was für ein schöner Erfolg, denn nach dem Essen kochte ich
erst einmal, es gab Spaghetti „aglio- olio“. Denke nicht, dass ich eine
außergewöhnlich gute Bewertung schreiben werde…
Das
Wuschele startete zeitig, weil wir bei nebligen 12 Grad relativ früh
aufwachten. Wir hatten abends den Plan noch etwas umgestellt, so dass das Ziel
für Mittwoch bereits Fulda hieß, um den Donnerstag mit der besseren
Wettervorhersage für einen Rundtour- Tag in Fulda zu nutzen. Leider hörte sich
die Wettervorhersage wenig vielversprechend an. Aber es war klar, dass wir
notfalls auch zwei Nächte dortbleiben.
Stadtstellplätze zu finden, die alles bieten, ist immer und überall schwierig! In Fulda kommt zusammen, dass der Platz recht zentral liegt, zumindest auch einiges an Bäumen und Büschen zu finden ist und dass sie es nicht übertreiben mit den Kosten. Ich fand schnell einen guten Platz, schließlich war ich relativ früh dran.
Und auch die Müllerin erschien halbwegs früh, denn nach 20 Wanderkilometern brach sie planmäßig ab und stieg in den Bus bis in die City. So war genug Zeit, noch in aller Ruhe die „Barockstadt“, den Dom und das Schloss und alles drum herum zu besichtigen. Und wir blieben ganztags trocken!
| Am und im Dom von Fulda |
| Schloss Fulda |
| In der Innenstadt (Barockstadt) |
Lkw’s,
die Altglascontainer leerten, weckten uns um sechs Uhr. Unvermeidliche Dinge in
der Stadt. Während das Wuschele ihre Etappe begann, machte ich alles startklar,
um einige Einkäufe zu erledigen. Ad Blue zum Beispiel verlangte das WoMo. Ist
ja eh unglaublich, dass sie für das gleiche Zeug an der Tankstelle 14 Euro für
5 Liter wollen, und im Baumarkt kriege ich 10 Liter für 11 Euro… Danach suchte
(und fand!) ich einen Stellplatz in Grabenhöfchen (ganz bekannt!). Das liegt
bereits auf rund 700 Metern und in der Rhön. Sofort erinnert diese Gegend an
das Allgäu. Wunderbares Hügelland, Wiesen, Wald und Felder. Sehr schön in jedem
Fall. Sonnenschein herrschte übrigens, ein kompletter Regentag war angekündigt…
Als Miss Latsch nach 21 Kilometern ankam, machten wir uns sofort auf den Weg,
um gemeinsam die hiesige „Kunstmeile“ zu erwandern. Echt gut gemacht, und alle
Ausstellungsstücke aus Holz.
Dass
wir eine sehr ruhige Nacht auf dem längst einsamen Platz am Waldrand haben
würden, war logisch. Und es kam auch so, also bis drei Uhr. Dann allerdings
trommelte es kurz vom Regen aufs Dach, danach meinten wir, dass sie eine
riesige Badewanne über uns auskippten und auf uns schütteten. So schnell der
Regen kam, so schnell endete er auch wieder und nichts störte mehr unseren
Schlaf.
Dass das Wetter ein solches Thema sein würde im Sommer, hätte keiner gedacht! Aber das beginnt mit der Frage, was die Wandersfrau anzieht, dann was sie mitnimmt. Und für mich ja auch, denn wenn ich das WoMo verlasse, will ich schließlich auch keine Erfrierungen einholen.
Die Sohlenquälerin musste die „Wasserkuppe“ überqueren, eine Erhebung auf über 900 Metern, die höchste im Hessenland. Soll ganz schön sein dort, mit herrlicher Sicht, sagt man. Also, an klaren Tagen natürlich. Einen solchen erwischte sie leider nicht…
Tagesziel
der Freitagsetappe war der Ort Fladungen, wo wir ein Verbotsschild so
interpretierten, dass es für uns wohl nicht gilt. Und der Platz liegt genau am
historischen Bahnhof, wo sich auch ein paar nette Motive fanden.
| Historischer Bahnhof Fladungen |
Der
Ort besitzt eine Stadtmauer, die noch beinahe komplett außen herum vorhanden
ist, also im alten Kern. Mit einigen Türmchen. Es bedarf kaum der Erwähnung,
dass wir bei den ersten Sonnenstrahlen selbstverständlich komplett außen herum
spazierten…
| In Fladungen |
Zwar bewegten wir uns jetzt noch immer in der Rhön, allerdings hatten wir beide irgendwo unterwegs die Grenze von Hessen nach Bayern passiert. Diese ist zwar unsichtbar, aber trotzdem merkte man das, denn plötzlich gibt es in manchen Dörfern tatsächlich mehr Kirchen als Wohnhäuser.
Am Samstag standen 21 Fußkilometer bis Mellrichstadt auf dem Plan. Für die eine. Einkauf ALDI, Einkauf LIDL, Einkauf Schlachter, Einkauf Netto, Einkauf Rossmann und mit dem WoMo zur Waschanlage hießen die Aufträge für das zweite Reisegruppenmitglied, bevor ich dann zum angepeilten Stellplatz kam, um die nötige Ent- und Versorgung vorzunehmen. Wenigstens Platz fand ich.
Miss
Latsch ging dem besseren Wetter quasi entgegen, es wurde sonnig, wenngleich
auch nicht durchgängig. Unterwegs konnte sie frische Pfifferlinge sammeln, was
in jeder Hinsicht positiv war, zumindest für mich waren an dem Tag sowieso
Pasta (wegen schlimmen Entzugserscheinungen) angesagt!
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| Nur als absolut köstlich zu bezeichnen: Spaghetti mit frischen Pfifferlingen und Nordseekrabben sowie frischem Broccoli. Und ein Fingerhütchen voll Rosé |
Inzwischen haben wir Bad Königshofen erreicht. Während das Wuschele einen 28-Kilometer-Tag hinter sich brachte, suchte und fand ich einen Stellplatz.
Es gibt reichlich zu berichten von hier, aber das tun wir bei passender Gelegenheit. Jedenfalls lesen und sehen wir uns mit Fotos an dieser Stelle demnächst wieder, wenn es vom Netz her gut passt.
Wir wünschen allen endlich Sommer und eine wunderbare Zeit.
Herzliche Grüße,
Wuschele "Wassindschon28Kilometer"
&
Tommy "MannwarendasgeileSpaghetti"








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